
GESCHICHTE
Einige Fakten zu Beginn
Seit dem 01. Januar 2017 heisst die Rasse in der USA und Kanada WINDSPRITE.
“Der Vorstand des ILWC (International Longhaired Whipped Club) bat die Clubmitglieder zur Abstimmung, ob der Rassename geändert werden soll von Longhaired Whippet in Windsprite.
129 Mitglieder waren stimmberechtigt, 90 davon haben abgestimmt.
DAFÜR waren 65 Mitglieder (72%)
DAGEGEN waren 25 Mitglieder (28%)”
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In den FCI Ländern mit nationaler Anerkennung hat man sich offensichtlich auf den Namen Silken Windsprite geeinigt. Es ist sinnvoll beim Namen nicht auseinanderzudriften angesichts des Bestrebens einer FCI Anerkennung.
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Die Silken Windsprite Story
Name: Silken Windsprite
Silken = seidig
Windsprite = «Windsprite» war der Zwingernamen des Gründervaters der Rasse, Walter A. Wheeler, der in den frühen 50er Jahren die ersten «langhaarigen Whippets» gezüchtet hat.
Der Begründer der Rasse war der Züchter Walter A. Wheeler Jr. (1924-2013).
Heimkehrend von 2. Weltkrieg war sein züchterisches Bestreben einen kleinen bis mittelgrossen, langhaarigen Windhund zu züchten. Bald schon sah man Hunde der Zuchtstätte «Windsprite» mit einem einheitlichen Typ, der wahrscheinlich genau seinen Vorstellungen entsprach.
Zwischen den Jahren von 1958 bis 1975 traten im US-amerikanischen Whippet-Zwinger «Windsprite» von Walter A. Wheeler Jr. zunehmend langhaarige Hunde auf. Diese wurden vom Amerikanischen Dachverband, dem AKC, zunächst als reinrassige Whippets registriert. W. Wheeler gab sie als langhaarige Whippet aus und erklärte dies mit dem rezessiven Langhaargen, welches angeblich in den Whippets vorkommen soll, denn es gab schon immer Whippets mit einem ausgeprägten Haarbüschel an der Rute.
Jedoch mit der Einführung von Gentests wurde Wheelers Behauptung eindeutig widerlegt. An der Behauptung und dem Namen festzuhalten war wahrscheinlich der Kardinalfehler von Wheeler und seinen Fans, welcher einer AKC/FCI Anerkennung der Rasse bis heute in Weg stand und steht.
Berühmte amerikanische Zwinger
Bereits ab 1958 wurde schon in großem Rahmen in den Zwingern «Claybrook» von Michelle Henninger und «Tova's» von Jean McKenzie die Rasse systematisch weitergezüchtet und sehr bald fand man ein einheitliches Rassebild und typisches Exterieur.
1986 wurde der erste Standard erstellt und 2001 der ILWC (International-Longhaired- Whippet-Club) gegründet.
1987 kamen die ersten Hunde in die Schweiz und 2002 nach Deutschland und Österreich. Der an dieser Stelle ist erwähnenswert der Rüde «Golden Nugget´s General Lee» der 2005 nach Österreich und 2023 mit 18,5 Jahren verstarb.
Sehr bald fand sich ein großer Kreis an Bewundern und Züchtern. Vor allem die Hunde des Zwingers «Claybrook» war für Europa sehr prägend, so gehen fast alle europäischen Hunde auf deren vielfältige Zuchtlinien zurück.
Vergangenheit
Zur geschichtlichen Aufarbeitung der Rasseherkunft bietet sich ein Abstecher nach England, ins Herkunftsland des Whippets, an.
Aufzeichnungen von J. S. TURNER (The Kennel Encyclopedia 1911)
Zitat: «Auch Züchter in Northumberland hätten ihm bestätigt, dass Whippets durchwegs rauhaarig gewesen seien. Weil man aber der Meinung war ein knappes und feines Fell sei für einen Rennhund besser als ein Rauh- oder gar Langhaariges, bevorzugten die Züchter mehr und mehr die glatthaarigen Hunde.
Bevor die rauhaarigen Whippets aus der Zucht ausgeschlossen wurden, haben die Anhänger des Rennsports ihre rauhaarigen Hunde vor dem Rennen kahlgeschoren oder gar rasiert, damit sie schneller laufen sollten.»
In den 1920er Jahren waren «rauhaarige» beziehungsweise «langhaarige» Whippets vor allem auf der Rennbahn sehr beliebt.
Die Wirren des 2. Weltkriegs brachte diese Rassevariante praktisch zum Verschwinden, aber trotzdem wurde bis 1960 der Rauhaar-/ Langhaar Whippet noch von der FCI als Rasse geführt. Bekannte Zuchtlinien waren zu dieser Zeit: Sachsenwald-, Einzelberg- und auch Hallerhütte-Whippets.
Aufzeichnung HANS RÄBER, bekannter Schweizer Kynologe
Zitat: «In den USA wurden bis 1920 regelmässig rauhaarige Whippets auf Ausstellungen gezeigt, dann verschwanden sie auch hier wieder. Dagegen tauchten in den 1970er Jahren in den USA langhaarige Whippets auf.
Bei einem Besuch der israelischen Kynologin, R. Traini, bei Walter Wheeler im Jahr 1982 tummelten sich in dessen Zwinger an die 20 Langhaar-Whippets, alles Nachkommen der genannten Hündin «Shot Silk». Auf einer Vorführung der neuen Rasse im Jahr 1981 erschienen 35 Langhaar-Whippets. So neu sind diese Langhaar-Whippets nun aber auch nicht. 1841 wird der Whippet beschrieben als ein Zwischending zwischen Greyhound und Spaniel. Daraus muss man fast zwingend schliessen, dass es auch langhaarige Whippets gegeben hat. Zudem sollen in England und in den USA bis 1940 Kreuzungen zwischen Whippets und Collies stattgefunden haben».
Longhaired Whippet
Genau diese Bezeichnung welcher bis heute der Rasse anhängt, ist das schwere Vermächtnis des Herrn Wheeler. Viele Experten haben sich ergiebig an diesem Thema abgearbeitet. Es ist an dieser Stelle schon fast müssig noch einmal darüber zu diskutieren. Man sollten sich endlich ehrlich machen und ja sagen zur Tatsache, dass Herr Wheeler seinerzeit nichts anderes getan hat als einen heute sogenannten “Designerdog” zu erschaffen.
Er hatte eine Vision, er hatte und nahm die “Zutaten” und das Ergebnis kennen wir.
Ohne den Verdienst und das Vermächtnis des Herrn Wheeler schmälern zu wollen war seine Behauptung der “Longhair-Genmutation” nicht sehr clever im Angesicht der seinerzeit schon bald verfügbaren Gentests. Das einzig verhängnisvolle an seinem Plan war seinerzeit die Namensgebung und wir sollten uns heute zusammenschliessen und uns auf EINEN Namen einigen, dem Silken Windsprite oder es dem Club in Amerika gleichtun und die Rasse Windsprite nennen.
Doppelnamen/Doppelregistrierungen sind kontraproduktiv, denn so kommt man nie auf die gemeinsame Ebene welche es braucht innerhalb der FCI.
Wenn alle Clubs und Vereine deren Zuchtbasis mehr oder weniger deckungsgleich sind einen gemeinsamen Weg einschlagen würden wäre das ein Gewinn der schlussendlich der Rasse nur zugute kommen würde.
Verwandtschaft???
Kreuzungen zwischen Windhunden und etwas anderem gibt es auch nach wie vor in England und die haben auch einen Namen als Oberbegriff.
Dazu mehr im nächsten Kapitel.
Die Engländer waren schon immer kreativ, was Varietäten bei Hunden betrifft. Utility (Gebrauchstüchtigkeit) waren gestern und heute der Antrieb bei vielen Rassen aus England. Die züchterische Fantasie wird durch die «Nützlichkeit» geleitet und die Zusammensetzung der Elterntiere liest sich manchmal wie ein Kochbuchrezept
unter dem Motto: Man nehme… z.B. Whippet x Bedlington Terrier - Whippet x Collie - Greyhound x Collie - usw.
Mit dieser Vorstellung entstand der «Lurcher». Noch nie gehört? Dann lassen sie sich überraschen!
LURCHER - Quelle: WIKIPEDIA
Der Lurcher ist ein Hybridhund aus Großbritannien und Irland. Er ist keine Hunderasse im eigentlichen Sinne, sondern eine Gebrauchshund-Kreuzung aus zwei oder mehreren Hunderassen unter Beteiligung von Windhunden.
Herkunft und Geschichtliches
Der Lurcher wurde früher vom Fahrenden Volk auf den Britischen Inseln zum Wildern gezüchtet. Das Wort Lurcher stammt ursprünglich aus dem Anglonormannischen und wurde im 16. Jahrhundert ins Mittelenglische übernommen; to lurch bedeutet hier „lauern“ oder „herumschleichen“.
Lurcher entstehen, indem Windhunde, meist Greyhounds oder Whippets, mit Hirtenhunden wie Collies oder großen Terriern gekreuzt werden. Die Bezeichnung Lurcher gilt in der Zucht nur für Hunde, die sich von Kreuzungen zwischen einem Windhund und einem nicht-Windhund ableiten.
Kreuzungen zwischen zwei verschiedenen Windhunderassen werden als Longdog bezeichnet.
Der Lurcher ist eine für ein spezifisches Aufgabengebiet, also auf Funktion gezüchtete Hundeform. Eine standardgemäße Reinzucht, wie sie in der Rassehundezucht betrieben wird, kommt beim Lurcher nicht vor: Es werden immer wieder mutmaßlich geeignete Hunderassen neu eingekreuzt.
Erweisen sich die Kreuzungsprodukte als für die Jagd tauglich, wird mit ihnen auch weitergezüchtet. Aus diesen Gründen weisen Lurcher auch kein einheitliches Erscheinungsbild auf. Mittlerweile wird allerdings versucht, einen
einheitlichen Rassestandard zu etablieren. Dazu wird gezielt mit einem „Type“ gezüchtet.
Beschreibung
Der Lurcher ist ein windhundähnlicher Hybridhund mit kurzem, halblangem oder stockhaarigem oder glatt anliegendem Fell in allen Farben und seitlich abstehende Ohren die auch aufgestellt werden können. Lurcher sehen nicht einheitlich aus.
Verwendung
Der Lurcher ist ein stummjagender, hochläufiger Hund mit guten Familienhundeigenschaften. Lurcher werden auch zur Hasenhetze (Hare-Coursing) eingesetzt, wo zwei Lurcher einen im Feld hochgemachten Hasen jagen.



